Amateurtheater

Das Theater wird 50 - Ein Rückblick

In Duvenstedt lebte 1961 ein Mann, der Großes vorhatte. Nach dem immensen Erfolg der 700-Jahr-Feier gründete sich die „Vereinigung Duvenstedt“, und er übernahm die Leitung.  Er wollte ein Haus der Jugend schaffen. Dieses Zentrum sollte ausschließlich gemeinnützigen Zwecken dienen: Förderung der Jugend, Beteiligung an Erziehung, Bildung, Altenhilfe, Gesundheitswesen, Umwelt- und Landschaftsschutz, Pflege des Heimatgedankens und der niederdeutschen Sprache. Was für ein umfangreiches Vorhaben!

Max Kramp, so hieß dieser großartige Visionär, machte scheinbar Unmögliches möglich. Besessen von seiner Idee, sammelte er unermüdlich Spenden und bat Institute und Behörden um weitere Gelder. Mit Erfolg! Der Bau des Hauses der Jugend konnte beginnen, und am 10. November 1966 war Schlüsselübergabe eines zweigeschossigen Gebäudes mit Eingangshalle und Gruppenräumen. Das Haus der Jugend konnte also seinen Betrieb aufnehmen.

Nun war Max Kramp aber nicht nur ein hervorragender Organisator, sondern auch der plattdeutschen Sprache sehr zugetan. Eine neue Idee war geboren! Wie konnte diese wunderbare Sprache am Leben gehalten werden? Mit einem plattdeutschen Theaterstück natürlich! Auch hier schaffte er es, Begeisterte um sich zu scharen. Er lieferte sogar einen Regisseur. „Mach mal“, muss er wohl gesagt haben.

Im Herbst 1969 begannen die Proben und im Frühjahr 1970 wurde das Stück „Wenn de Hahn kreiht“ im Gemeindesaal der Duvenstedter Kirche aufgeführt. Das Lampenfieber war enorm. Schließlich ging es um Sein oder Nichtsein. Der Erfolg zeigte jedoch: Es musste weitergehen, die Menschen waren begeistert und wollten mehr. So entstand das Duvenstedter Amateurtheater.

Ingeborg Bollow musste die Leitung übernehmen und machte das 40 Jahre lang. Respekt! Walter, ihr Ehemann, organisierte den ganzen Theaterbetrieb und hielt ihr damit den Rücken frei. Mit den nun folgenden Stücken ging die Truppe nach der Aufführung in Duvenstedt ins Hamburger Umland auf Tournee. Was für ein gewaltiger Kraftakt. Wie froh war die Truppe dann, als sie 1980 im Haus der Jugend mit einem entsprechenden Anbau auf eigener Bühne spielen konnte. Kein anstrengendes Tingeln mehr, sondern Luxus pur.

Und dann der Schock: Max Kramp, der kleine große Mann, der Visionär, der Besessene, war 1982 mit nur 56 Jahren gestorben. Er hinterließ eine große Lücke. Doch es ging weiter. Das war man diesem Mann schuldig.

Heute folgen andere seiner Vision und halten sein Lebenswerk aufrecht. Für die Vereinigung wie für das Theater. Es ist gewiss nicht leicht, aber sie machen ihre Sache gut. Sehr gut sogar. Sicherheitsmaßnahmen erfordern einige Veränderungen, damit das Haus auch im 21. Jahrhundert noch Bestand hat. Der Name Max Kramp hat sich über dem Gebäudeeingang verewigt. Ehre wem Ehre gebührt. Das jetzige Max-Kramp-Haus ist inzwischen so bekannt, dass das Theaterpublikum schon von weither anreist. Machen wir also weiter mit tollen Stücken und der puren Lust an der Sache.

Willi Kühl

Leitung

Bettina Hahn
Telefon: 01702323199

Email:
theater(at)vereinigung-duvenstedt.de

Das Team

Die Leitung des Theaters: Bärbel Nachtwey (Finanzen), Bettina Hahn (Leitung), Claudia Iden-Marquard (stellv. Leitung) (v.l.n.r.)
Der Beirat: Heinrich Engelhardt (Presse), Carl-Henry Dahms, Susanne Iden, Wilfried Garz (v.l.n.r)

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